Die Arbeit im Weingarten

Ein Weingarten muss ebenso gepflegt werden wie ein normaler Garten. Denn je schöner der Weingarten, desto besser seine Früchte. Die manuelle Arbeit im Weingarten hat daher absoluten Vorrang vor der mechanischen Bearbeitung. Unsere Mitarbeiter verbringen Wochen und Monate mit der händischen Pflege jedes einzelnen Rebstocks. Dabei ist jeder Weingarten anders, und seine Eigenheiten müssen berücksichtigt werden – denn diese Eigenheiten sind sein Reichtum und machen ihn einzigartig. Aus diesem Grunde ist es für uns auch selbstverständlich, dass die Ernten der Weingärten separat vergoren und die Eigenschaften jedes Jahrgangs respektiert werden. Für mehr Charakter in jeder Flasche!

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Im Rhythmus der Saison

Tag und Nacht, Sommer und Winter bestimmen die Abläufe auf unserem Weingut. Wenn der Weingarten ab Dezember ruht, ruhen auch wir. Wenn die Weinstöcke ab März ungestüm wachsen und ihre Blätter im Frühsommer die Früchte treiben, dann wird auch unser Leben rastlos. Und wenn die Augusthitze den Blattwuchs zum Stillstand bringt und die Pflanzen ihr Gleichgewicht erreichen, verlangsamt sich auch unser Rhythmus wieder. Die frenetische Arbeit wird durch die minuziöse Überwachung jeder einzelnen Traube abgelöst. Beim Warten auf den Tag der Ernte bleiben wir nicht nur aufmerksam, sondern auch umsichtig. Wir streifen behutsam um die Trauben und gehen langsam durch die Rebzeilen, um hier und da den Reifegrad der Beeren zu testen − eine Zeit voller Spannung. Im Oktober dann die Ernte! Ein tiefes und erlösendes Aufatmen. Der Zyklus des Weingartens ist abgeschlossen. Uns hingegen erwartet die zweite wichtige Phase. Während sich der Weingarten ausruht, geht es für uns im Keller bei der Weinbereitung weiter. Wir erziehen den Most und arbeiten den typischen Charakter des Sangiovese heraus. Bis dann im Frühjahr ein neuer Zyklus startet.

Biologische Anbaumethoden

Mit Pflanzung der ersten Reben wurde auf Podere Salicutti intuitiv beschlossen, die Kriterien biologischen Weinbaus zu befolgen − es war Francesco Leanza ein Herzenswunsch, im Einklang mit seiner Umgebung zu leben und zu arbeiten. In Montalcino war das Weingut in dieser Hinsicht Vorreiter, denn in jenen Jahren betrieb dort noch niemand biologischen Weinbau. Diese Entscheidung wurde auch öffentlich umgesetzt, indem Francesco Leanza dem entsprechenden Identifikations- und Kontrollsystem beitrat. Bereits 1996 brachte er die entsprechenden Vermerke auf dem Etikett seines ersten Rosso di Montalcino an. Er war somit der erste Weinbauer in Montalcino, der seinen Rosso und seinen Brunello als „da Agricultura Biologica“ bezeichnen durfte.
Die Eigentümerfamilie Eichbauer sieht diese Historie als unschätzbaren Wert. Deswegen wird sie im Sinne von Francesco Leanza fortgeführt und die Werte des biologischen Weinbaus werden unbedingt bewahrt. Die zugrundeliegende Philosophie begünstigt Typizität und Terroir und ist deshalb o unersetzlich für Qualität und Charakter der Weine von Podere Salicutti.

Die wichtigsten Aspekte der Anbaumethoden

Boden

Schädlingsbekämpfung

Blätter und Früchte

Die Weinbereitung

Die Umweltschutzkriterien, die wir beim Weinbau beachten, wurden sofort auch auf den Weinkeller übertragen, wo die technischen und önologischen Methoden bewusst, respektvoll und alleine zur Unterstützung der Qualitäten jedes Weins, jedes Weingartens und jedes Jahrgangs eingesetzt werden.
Durch die gewissenhafte Einhaltung dieser Grundsätze stellen wir sicher, dass unseren Trauben nichts hinzugefügt oder entzogen wird; ihr Charakter soll sich vollständig entfalten und ausdrücken können.
Im Prozess der Weinherstellung wird weder stabilisiert noch geschönt oder gefiltert. Jede Maßnahme, die das chemisch-biologische Gleichgewicht des entstehenden Weins stören könnte, wird von Vornherein ausgeschlossen.
Der im Weingarten entstandene Rohstoff entwickelt sich, vom Menschen begleitet, im Weinkeller. Die einzigen Eingriffe dort sind die Kontrolle und das Beibehalten einer minimalen SO2-Konzentration, die zum Schutz der Integrität des Weins während des Ausbaus dient, sowie das rechtzeitige und sorgfältige Umpumpen.

Sich für authentischen Sangiovese-Wein einzusetzen heißt, den Charakters jedes Weingartens zu fördern und maximale Sorgfalt walten zu lassen, um die beste Qualität der Trauben zu erhalten. Besonderes Augenmerk gilt der Auswahl der Fässer für den Ausbau. Insbesondere die Wahl des Holzes, bevorzugt beste französische Eiche, und des optimalen Fassungsvermögens sind ausschlaggebend, um Weine von höchster Eleganz und Ausgeglichenheit herzustellen. Deshalb sind im Keller Fässer verschiedener Größen vorhanden, die nach den Bedürfnissen des Weins zum Einsatz kommen.
Um den Charakter jedes Weingartens zu betonen, wird jeder Weingarten separat vinifiziert. Jeder Wein trägt den Namen des Gartens, in dem er angebaut wurde. Selbstverständlich gibt es keinen Verschnitt verschiedener Jahrgänge. Diese Prinzipien unterstreichen Eigenheiten und Unterschiede und machen jeden unserer Weine unverkennbar einzigartig.

  • Ernte

    manuell

  • Entbeerung

    mechanisch

  • Gärung

    spontan mit traubeneigenen Hefen, in rostfreien Edelstahltanks

  • Temperaturkontrolle

    Alle Stahltanks besitzen eine automatische Temperaturkontrolle durch Wasserzirkulation.

  • Mazeration

    je nach Wein und Jahrgang 12–21 Tage

  • Malolaktische Gärung

    spontan durch die traubeneigenen Milchsäurebakterien, im Stahltank

  • Behandlungen nach der Vergärung

    keine

  • Ausbau des Rosso di Montalcino/Dopoteatro Rosso IGT Toscana

    18 Monate in Tonneaux zu 5 hl aus französischer Eiche (20% neue Fässer) + 6 Monate auf der Flasche bevor die Weine auf den Markt kommen.

  • Ausbau des Brunello di Montalcino

    33 Monate im Holzfass. Der Jungwein wird in Tonneaux zu 5 hl gelagert, danach wird er schrittweise in Fässern zu 10, 20, 30 und 40hl ausgebaut. Vor dem Verkauf reift er weitere 15 Monate auf der Flasche. Unsere Tonneaux und kleinen Fässer sind aus französischer Eiche, unsere Fässer zu 40 hl aus slawonischer Eiche.