Weingut Podere Salicutti

Das Weingut Podere Salicutti liegt im südöstlichen Teil der Gemeinde Montalcino. Es grenzt an die Hauptstraße SP 55 nach Castelnuovo dell'Abate/Abtei S. Antimo und ist von Florenz in eineinhalb Stunden erreichbar. Das Anwesen erstreckt sich auf elf Hektar Land, wovon vier Hektar auf den Weingarten, ein Hektar auf einen Olivenhain und ca. drei Hektar auf ein Waldgebiet entfallen.

Das Zentrum des Anwesens bildet ein restauriertes Bauernhaus, in dem sich u.a. der Holzfasskeller befindet. Ein weiteres Haus aus dem Jahr 1999 enthält den Gärkeller, einen Lagerraum und ein Büro. Ein neuer Alterungskeller befindet sich zurzeit in Planung. Die Eigentümerfamilie Eichbauer und der Vorbesitzer Francesco Leanza leiten Podere Salicutti persönlich und kümmern sich sowohl um den Weinbau und den Weinkeller als auch um die Verwaltung und den Vertrieb. Podere Salicutti ist das erste biologisch zertifizierte Weingut Montalcinos.

Geschichte

Der Name Salicutti leitet sich von dem gleichnamigen Bach ab, der das Anwesen im Süden begrenzt. Der Hof wurde mit diesem Namen bereits in einer Katasterkarte aus dem frühen 19. Jahrhundert erwähnt, war damals aber noch kleiner als das heutige Gebäude. Im Laufe der Jahre wurde er wahrscheinlich zweimal erweitert, zuletzt gegen Ende des 19. oder zu Anfang des 20. Jahrhunderts.
Das Bauernhaus stammt noch aus der Zeit der Halbpacht und ist ein Beispiel einfacher, spontaner ländlicher Architektur. Es wurde mit Steinen von den umliegenden Feldern erbaut. Im Erdgeschoss befanden sich Ställe und Lagerräume, während die Wohnräume im oberen Stock waren.

Francesco Leanza erwarb Podere Salicutti im Jahr 1990 mit der Absicht, hier Wein herzustellen. Das Haus wurde damals von einem alten Bauernpaar bewohnt, das ohne Elektrizität und ohne Bad lebte. Der Grund wurde vernachlässigt und die Gebäude verfielen bereits. 1992 begann Francesco Leanza, das Land neu zu bewirtschaften. Zuerst vergrößerte und modernisierte er einen Teil des alten Olivenhains, ehe im Jahr 1994 der wichtigste Schritt folgte: Francesco Leanza pflanzte auf drei Grundstücken Weinreben und entschied sich als erster Weinmacher Montalcinos gegen den Einsatz von chemischen Hilfsmitteln. Podere Salicutti ist somit das erste biologisch zertifizierte Weingut Montalcinos.

Die Weingärten

Teatro

Piaggione

Sorgente

Geografie

Lage: Südsüdost bis Südsüdwest

Höhe: 420−470 m über dem Meer

Gefälle: 14°−20°, dadurch genießen die Weingärten optimale Sonneneinstrahlung und Durchlüftung und sind vor den Nordwinden geschützt.

Mittlere Niederschläge: 510 mm/Jahr

Winde: vor allem Südwest- (Libeccio) und Südost-Winde (Scirocco). Die Weingärten liegen am Südhang und sind vor den Nordwinden (Tramontana und Maestrale) gut geschützt.

Klima: Dank der Nähe zum Meer (35 km) ist das Klima mild und günstig für eine gute Reifung der Trauben. Die Zeit von 15. Juli bis 15. August ist gewöhnlich sehr heiß und trocken, im Juni und September ist das Klima normalerweise mild und wenig regnerisch.

Bodenbeschaffenheit:

Die Böden der verschiedenen Weingärten sind typisch für die Hänge des Monte Amiata. Sie entstanden vor allem aus der Pedogenese des unterliegenden Gesteins, das zur sogenannten austroalpinen Decke gehört. Die vorherrschende Formation von Sedimentgesteinen (Lehm, Sandstein, Kalksand) wird Marne genannt und ist fein geschichtet und brüchig. Sie entstand vor ca. 60−80 Millionen Jahren im Paläozän durch die Ablagerung von Sedimenten auf den Meeres- und Seeböden aus magmatischen Tiefengesteinen. Dieses Gestein wird üblicherweise Santa-Fiora-Gestein (auch Alberese) genannt.

Im Osten des Hofs, von Nordnordost in Richtung Südsüdwest, trifft man auf andere Böden, die sich aus Gesteinsarten wie Argillit (tonhaltige Schichten) und Kalksandstein (kalkhaltiger Sand) zusammensetzen.

In allen Böden befinden sich daneben auch jüngere Gesteinsarten, die sich auf Grund von Erosion und Erdrutschen in relativ jüngeren Zeiten angesammelt haben.

Alle Böden sind vergleichsweise kalkhaltig. Sie verfügen über einen mittleren bis hohen Anteil an aktivem Kalk, und alle zeigen alkalische Reaktionen.

Der Weinkeller

Edelstahltanks

Vinifikationskeller

Der Holzfasskeller

Der klimatisierte, 80 m² große Holzfasskeller befindet sich, gut geschützt durch die alten, dicken Steinmauern, im früheren Stall des alten Bauernhauses. Dessen ursprüngliche architektonische Elemente wurden beibehalten und durch eine sorgfältige Restaurierung zur Geltung gebracht.

Der Ausbau der Weine erfolgt in Tonneaux aus französischer Eiche (5 hl) und in Holzfässern aus französischer und slawonischer Eiche, deren Fassungsvermögen im Laufe der Lagerungszeit allmählich ansteigt (von 10 über 20 und 30 bis zu 40 hl).

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